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Bundesländervergleich: Erhebliche Unterschiede bei Stromverbrauch und Stromkosten

Im bundesweiten Vergleich von Stromverbrauch und Preisen gibt es erhebliche Unterschiede von bis zu 43 Prozent. Entsprechend unterschiedlich ist auch das Sparpotenzial. Fest steht: Haushalte sollten Verbrauch und Tarifwechsel prüfen.

Bei Strompreisen, Stromverbrauch und den dadurch entstehenden Stromkosten privater Haushalte in Deutschland gibt es je nach Bundesland massive Unterschiede. Während im Bundesdurchschnitt der Stromverbrauch pro Kopf bei 1.281 kWh liegt, ist der Stromverbrauch pro Kopf in Sachsen um 13,8 Prozent niedriger, während er im Saarland um 13,9 Prozent über dem Durchschnitt liegt.

Am niedrigsten sind die jährlichen Stromkosten im Schnitt in

  • Bayern (978 Euro, minus 17 Prozent) und
  • Sachsen (1.014 Euro, minus 14 Prozent).

Am höchsten sind sie im

  • Saarland (1.401 Euro, plus 19 Prozent) und in
  • Schleswig-Holstein (1.311 Euro, plus 12 Prozent).

Damit zahlt ein Haushalt im Saarland 43 Prozent mehr pro Jahr für Strom als ein Haushalt in Bayern.

Wie die anderen Bundesländer im Vergleich abschneiden, zeigt die folgende interaktive Karte.

Deutschlandkarte: Stromverbrauch pro Kopf und Bundesland

Stromverbrauch und Tarifwechsel prüfen – Kosten und CO2 senken

Für die gemeinsame Auswertung haben co2online und Verivox verschiedene Datensätze kombiniert. Das Ergebnis hängt vor allem von zwei Faktoren ab: dem Stromverbrauch der privaten Haushalte und den Strompreisen der Versorger. Wie ein einzelner Haushalt beim Stromverbrauch abschneidet, ist mit dem Stromkosten-Rechner auf www.stromspiegel.de zu prüfen. Dabei können auch Stromtarife verglichen werden. Um möglichst viel CO2 zu vermeiden, sollte beim Wechsel echter Ökostrom bevorzugt werden.

Jetzt Stromverbrauch prüfen

Selbstcheck und Anbieterwechsel können Hunderte Euro sparen

„Beim Strom können wir alle doppelt sparen: Je weniger wir verbrauchen, desto niedriger sind die Kosten – und die CO2-Emissionen sinken auch”, sagt Tanja Loitz, Geschäftsführerin von co2online. „Für möglichst wenig CO2 sollten Verbraucherinnen und Verbraucher auf echten Ökostrom setzen. Dabei lässt sich in vielen Fällen noch mehr Geld sparen. Denn Strom vom Grundversorger ist meist teurer als Ökostrom. Das Potenzial für weniger Kosten und CO2 ist riesig, wie unsere Auswertungen für den Stromspiegel und den Heizspiegel zeigen.“

Verbrauchsdaten von 290.000 Haushalten als Basis

Die Daten zum Stromverbrauch basieren auf dem aktuellen Stromspiegel für Deutschland. Dafür wurden die Verbrauchsdaten von 290.000 Haushalten ausgewertet. Der Stromspiegel wird vom Bundesumweltministerium gefördert und von einem breiten Netzwerk an Organisationen der Energiebranche unterstützt.

Für die Strompreise wurde ein Musterhaushalt mit drei bis vier Personen und einem Jahresverbrauch von 4.000 Kilowattstunden (kWh) angenommen. Berücksichtigt sind dabei laut Verivox die Preise der Grundversorger und der dreißig wichtigsten überregionalen Stromanbieter.

Stromkosten in den Bundesländern

Stromverbrauch in den Bundesländern