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Deutschlands Stromproduktion – wer profitiert davon?

Wenn Deutschland zu viel Energie erzeugt, wird der Überschuss ins Ausland exportiert. Profitieren von der Stromproduktion so nur große Konzerne? Ganz und gar nicht – Strom sparen bleibt für jeden Einzelnen sinnvoll, sagt das Umweltbundesamt.

Kraftwerk auf Wiese mit großen CO2-Emissionen(c) iStock/MichaelUtech

„In Deutschland wird mehr Strom produziert als verbraucht. Kommt die eingesparte Energie also nicht nur dem Export und damit der Rendite der Konzerne zugute? Warum soll ich dann als Privathaushalt Strom sparen?“ (Francis Reinier, Berlin)

Umweltbundesamt (Pressestelle): „Eine sinkende Nachfrage im Inland bei konstanten Erzeugerkapazitäten führt zu einem sinkenden Börsenstrompreis. Die Unternehmen werden darauf reagieren, indem sie ihre überschüssigen Erzeugerkapazitäten verstärkt im Ausland anbieten. Dies führt dazu, dass auch dort das Angebot steigt und der Großhandelspreis sinkt.

So führt ein dauerhaftes Stromsparen deutscher Privathaushalte langfristig zu niedrigeren Erzeugungskapazitäten. Denn bei sinkenden Großhandelspreisen im In- und Ausland scheiden teure Kraftwerke langfristig aus dem Markt aus.

Die Treibhausgasmenge bei der Stromproduktion kann der Verbraucher übrigens über zwei Handlungsmöglichkeiten beeinflussen:

  • Er nutzt Stromsparpotenziale: Sein geringerer Bedarf führt dann dazu, dass weniger Strom erzeugt wird. In der Regel müssen dann weniger fossile Brennstoffe zur Stromerzeugung eingesetzt werden – das vermeidet Treibhausgasemissionen.
  • Er nutzt Strom, der aus CO2-armen Energieträgern gewonnen wird. Das ist zum Beispiel beim Strom aus erneuerbaren Energieträgern der Fall.

Neben dem Klimaschutz hat Stromsparen noch einen sehr angenehmen Nebeneffekt: Sie schonen nicht nur das Klima, sondern auch Ihre Haushaltskasse.“

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