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Laptop, Fernseher, Handy & Co: Stromsparen mit energieeffizienter Unterhaltungselektronik

Bei Computern, Smartphones und Fernsehern fällt ein Großteil des Stromverbrauchs schon bei der Produktion an. Daher sollte das Gerät möglichst langlebig sein – und stromsparend noch dazu. Für die Auswahl von effizienter Elektronik bedeutet das oft einen ziemlichen Spagat.

Laptop und Maus(c) Photocreo Bednarek - Fotolia.com

Wer auf der Suche nach einem neuen PC, Notebook oder Tablet ist, sollte vor allem auf drei Dinge achten: eine für die Nutzung ausreichende Ausstattung, eine möglichst hohe Stromeffizienz und eine lange Haltbarkeit des Geräts. So wird der Energieverbrauch minimiert. Allerdings ist das leichter gesagt als getan. Denn nur bei wenigen Rechnern lassen sich alle guten Vorsätze einhalten. Ein Desktop-PC ist beispielsweise leicht auf- und umrüstbar und damit potenziell langlebig. Dafür ist er bei weitem nicht so energieeffizient wie ein Tablet, das sich wiederum kaum aufrüsten lässt. Hinzukommt, dass im Tablet der Akkumulator (Akku) in der Regel nicht entnehmbar ist. Ist der Akku defekt oder hat das Lebensende erreicht, ist auch das Tablet nicht mehr zu gebrauchen. Aus Sicht der Umwelt somit nicht zu empfehlen.

Wegen der Schnelllebigkeit des Marktes für Computer, Handys und Fernseher verzichtet EcoTopTen auf die Empfehlung konkreter Modelle. Dafür gibt es ausführliche Informationen zu Nutzertypen, Computertypen, den einzelnen Komponenten und zum Stromverbrauch (siehe auch "Weiterführende Links").

Stromverbrauch von Computer, Notebook und Laptop: Nutzertyp bestimmen, Energieverbrauch im Blick haben

Die Faustregel zum Energieverbrauch von Computern lautet: Je leistungsfähiger ein Rechner ist, desto höher ist in der Regel der Stromverbrauch. Deswegen ist es entscheidend, zunächst den passenden Nutzertyp zu ermitteln. EcoTopTen unterscheidet zwischen Einsteiger/Gelegenheitsnutzer, Multimedia und Gamer. Ein weiterer Punkt ist der Computertyp. Dabei wird nach der Art der Nutzung (stationär oder mobil) und den dazu passenden Geräten unterschieden. Stationäre Geräte wie Desktop-PCs können zwar noch nicht die Energieeffizienz vorweisen wie mobile Endgeräte, dafür können sie länger genutzt werden. Denn durch die Austauschbarkeit von Komponenten kann die Nutzungsdauer erheblich verlängert werden. Die stromsparende Alternative im stationären Bereich sind Kompakt-PCs oder Mini-PCs.

Mobile Geräte wie Notebooks, Netbooks und Ultrabooks sind hinsichtlich ihres Stromverbrauchs meist sparsamer als Geräte mit einem externen Bildschirm. Im Allgemeinen sind die Hardware-Komponenten der mobilen Geräte auf eine möglichst lange Akku-Laufzeit ausgelegt.

Wenn der Computer, Notebook oder Tablet nur noch langsam läuft, muss nicht zwangsläufig ein neues Gerät her. Entweder ist kaum noch Platz auf der Festplatte vorhanden, es hat sich ein Virus eingeschlichen oder einzelne Hardwarebereiche, wie der Arbeitsspeicher oder die Festplatte, könnten ein Upgrade vertragen. Viele Komponenten lassen sich problemlos austauschen. Ein Experte in einem Computerladen kann das Gerät durchchecken und beraten, ob sich eine Neuanschaffung wirklich lohnt.

Vergleich: Stromverbrauch für Tablets, Notebooks und PCs

Zum Vergleich hat EcoTopTen die Werte für empfehlenswerte und sehr stromhungrige Geräte zusammengestellt. Die jährlichen Ausgaben für Strom reichen bei durchschnittlicher Nutzung demnach von fünf Euro für 16 Kilowattstunden pro Jahr bei einem effizienten Tablet bis zu 94 Euro pro Jahr für einen mit 323 Kilowattstunden pro Jahr besonders ineffizienten Desktop-PC. Laut Kaufempfehlungen können bei einem Gamer-PC im Vergleich zu einem sehr ineffizienten Gerät beispielsweise 60 Euro pro Jahr eingespart werden.

Blauer Engel, TCO & EPEAT Gold: Siegel für umweltfreundliche Rechner

In Sachen Verbrauch können auch bei der Rechner-Auswahl Umweltzeichen ein Stück weiter helfen. Die Umweltsiegel vom Blauen Engel, TCO und EPEAT Gold zeichnen eine hohe Energieeffizienz, einen niedrigen Schadstoffgehalt, die Reparatur- und Recyclingfähigkeit sowie die Verfügbarkeit von Ersatzteilen von Unterhaltungselektronik aus. Allerdings sind bisher nur wenige Geräte mit diesen Siegeln gekennzeichnet. Weit verbreitete Zeichen wie der Energy Star garantieren nur Mindestanforderungen, die von einem Großteil der Geräte am Markt eingehalten werden. Deswegen müssen Verbraucher weitere Kriterien beachten, um ein wirklich sparsames Modell zu finden.

Energieeffizienz von Smartphone & Handy

Auch mal nein sagen – der Umwelt zuliebe

Bereits über 57 Millionen Menschen in Deutschland haben ein Smartphone. Zudem kommen gefühlt jeden Monat verbesserte und neuere Smartphone-Modelle auf den Markt – und sorgen dafür, dass viele Handys der Vorgängergenerationen in der Schublade landen. Da jedes Gerät unter einem hohem Energie- und Ressourcenaufwand hergestellt wird, sorgt dieser häufige Wechsel von Handys für eine schlechte Umweltbilanz dieser Branche. Häufig würde das „alte“ Gerät seinen Dienst noch einige Jahre länger erfüllen. Es empfiehlt sich daher, das Gerät zumindest weiter zu verkaufen oder zu verschenken, um die Nutzungsdauer zu verlängern. Das schont die Umwelt aber auch das Portemonnaie.

Wenn doch ein neues Smartphone benötigt wird, sollte ein Gerät gewählt werden, das über gute Wartungs- und Reparaturmöglichkeiten verfügt, wie beispielsweise die Telefone der Marke Fairphone. Fest eingebaute Akkus lassen sich beispielsweise nicht austauschen und sind somit nicht sehr umweltfreundlich. Ob sich das Smartphone im Fall eines Defekts gut reparieren lässt, hat die Stiftung Warentest unter die Lupe genommen. Das Problem dabei sind aber meist die sehr hohen Kosten. Kaputte Handy sollten wiederum fachgerecht entsorgt werden, beispielsweise über den Altgerätedienst der Deutschen Post.

Kaufberatung für energieeffiziente Fernseher

Neben Technologie, Anschlüssen und Funktionen spielt vor allem die Gerätegröße eine wichtige Rolle beim Kauf eines Fernsehers. Sehr große Fernseher sind nicht nur in der Anschaffung teuer, sondern verbrauchen auch im Betrieb mehr Strom als kleinere Geräte. Um die richtige Gerätegröße zu ermitteln, ist der Abstand zum Gerät wichtig. Als Faustregel gelten diese Empfehlungen:

  • Zwei Meter Abstand zum TV-Gerät. Empfehlung: 32 Zoll TV-Geräte.
  • Bis drei Meter Abstand zum TV-Gerät. Empfehlung: 39 Zoll TV-Geräte
  • Über drei Meter Abstand zum TV-Gerät. Empfehlung: Über 47 Zoll TV-Geräte.

EU-Energielabel & Blauer Engel für Fernseher

Seit Ende 2011 müssen Fernseher mit dem EU-Energielabel gekennzeichnet werden. Auf dem Label wird anhand einer Farbskala und mit den Effizienzklassen A++ bis F der Stromverbrauch des TV-Gerätes bewertet. A++ wird für besonders sparsame, F für besonders verschwenderische Geräte vergeben. Zusätzlich sollte der absolute Stromverbrauch in Kilowattstunden (kWh) verglichen werden. Denn große Modelle können trotz besserer Klasse mehr Strom verbrauchen als kleine Modelle mit schlechterer Klasse.

Eine weitere Orientierung beim Kauf von Fernsehern bietet zudem das Umweltsiegel „Blauer Engel“ des Umweltbundesamtes. Voraussetzung für die Vergabe des „Blauen Engels“ sind nicht nur ein besonders niedriger Energieverbrauch, sondern auch weitere Umweltkriterien wie beispielsweise der Ausschluss von Blei im Bildschirm und Quecksilber im Gerät.

Weiterführende Links

Quellen: Internetseite von EcoTopTen und Broschüre „99 Tipps zum Energiesparen“ (PDF, 2,44 MB) von Öko-Institut und Verbraucherzentrale NRW.

Die Althandy-Initiative der Deutschen Umwelthilfe nimmt per Post ausgediente Handy entgegen und spendet den Erlös an Umweltinitiativen.

Die kostenlose Recyclingsuche-App "eSchrott" zeigt den Weg zur nächstgelegenen Sammelstelle für Elektronik-Altgeräte

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