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Wasserkocher kaufen: die Kaufberatung

Ein Wasserkocher verbraucht im Schnitt etwa ein Drittel weniger Strom als ein einfacher Elektroherd. Für heißes Wasser ist er also meist die effizienteste Lösung – auch wenn damit ein weiteres Haushaltsgerät zu kaufen ist. Erfahren Sie, worauf Sie bei der Auswahl und im Alltag achten sollten, um Strom zu sparen.

Wasserkocher in der Küche(c) Adam Gryko/Fotolia.com

Die bei der Produktion eines Wasserkochers entstehen Umweltauswirkungen werden durch den geringeren Stromverbrauch für das Erhitzen des Wassers in der Regel schnell wieder kompensiert. Wer einen Wasserkocher kaufen oder ein defektes Gerät austauschen möchte, sollte beim Kauf auf ein paar Dinge achten. Unsere Kaufberatung für Wasserkocher hilft Ihnen, genau das richtige Gerät für Ihren Haushalt zu finden.

Die wichtigsten Tipps für den Kauf eines Wasserkochers

Material und Qualität des Wasserkochers

Wasserkocher bestehen meist Edelstahl und Plastik oder Glas. Qualitativ hochwertige und gute Geräte sind normalerweise ausreichend isoliert. Dennoch: Achten Sie darauf, dass sich Griff und Oberfläche der Kanne nicht übermäßig erhitzen, vor allem bei einem hohen Anteil von Glas oder Edelstahl. Dort besteht sonst Verbrennungsgefahr beim Berühren.

Wasserkocher: Wie viel Watt soll es sein? 

Passen Sie die Leistung an die Nutzung an. Wasserkocher mit einer Leistung zwischen 2.000 und 2.400 Watt reichen für einen normalen Haushalt und eine maximale Wassermenge von bis zu zwei Litern meist aus. Erst bei Füllmengen von über zwei oder drei Litern sollten Sie zu höheren Wattzahlen greifen. Gleiches gilt bei geringeren Füllmengen: Für weniger Wasser genügen natürlich auch weniger Watt.  Bei manchen Modell lässt sich die Wattzahl einstellen.

Füllmenge des Wasserkochers

Der Wasserkocher sollte eine geringe Mindestfüllmenge an Wasser zum Erhitzen vorgeben. Die meisten beginnen erst bei 0,5 Liter, besser sind 0,25 Liter. Denn am besten erhitzen Sie immer nur so viel Wasser wie nötig. Zum Beispiel indem Sie nicht direkt aus dem Wasserhahn einfüllen, sondern aus der einen benötigen Tasse oder Kanne.

Wasserstandanzeige

Wichtig ist auch eine gut lesbare Wasserstandanzeige. Diese hilft ebenfalls dabei, nicht zu viel Wasser zu erhitzen. Diese sollte in 0,25 Liter-Schritten aufgeteilt sein. Bei besonders kalkhaltigem Wasser sollte die Anzeige gut zu reinigen sein.

Kurze Abschaltzeit

Achten Sie auf kurze Abschaltzeiten. Kocht das Wasser, sollte sich der Wasserkocher möglichst schnell abschalten. Kocht das Wasser lange, wird unnötig Strom verbraucht. 

Sicherheit beim Wasserkocher

Sicherer und praktischer sind abnehmbare Kannen ohne Kabelanschluss. Die Warnleuchte sollte gut sichtbar sein und anzeigen, wenn der Wasserkocher in Betrieb ist. Wird der Wasserkocher versehentlich ohne Inhalt angeschaltet, sollte er sich nach maximal 15 Sekunden automatisch abschalten.

Temperaturregler

Ein Wasserkocher mit Temperaturregler bietet großen Komfort und trägt zum Energiesparen bei. So können passende Temperaturen ausgewählt werden, zum Beispiel für grünen Tee oder eine Wärmflasche.

Reinigung und Entkalken des Wasserkochers

Der Kocher sollte sich einfach reinigen lassen. Empfehlenswert sind daher Geräte mit einem verdeckten Heizelement. Vermeiden Sie Geräte mit offener Heizspirale. Denn die sind schwieriger zu reinigen und Kalk beeinträchtigt deren Leistung. Mit Essig, Essigessenz oder Zitronensäure können Sie Ihren Wasserkocher schnell und ohne chemische Reinigungsmittel entkalken. 

Sieb oder Filter

Die Kanne sollte über ein Sieb oder einen Filter in der Ausgießöffnung verfügen. So gelangen keine Kalkablagerungen in den Tee oder Kaffee.

Siegel und Auszeichnungen 

Achten Sie beim Kauf auf den Blauen Engel. Einige Geräte sind mit diesem Siegel ausgezeichnet. Es garantiert einen geringen Stromverbrauch, langlebige, bedienungsfreundliche und sichere Geräte sowie die Vermeidung umwelt- und gesundheitsbelastender Materialien. Weitere hilfreiche Auszeichnungen gibt es oft bei Testsiegern. Aber auch in einem solchen Fall sollten Sie prüfen, ob der Wasserkocher wirklich zu Ihrem Haushalt passt.

Die wichtigsten Tipps für das Nutzen eines Wasserkochers

Für einen möglichst geringen Stromverbrauch kommt es nicht nur auf das richtige Wasserkocher-Modell an. Die effiziente Nutzung ist mindestens ebenso wichtig – egal ob mit einem alten oder neuen Wasserkocher. Mit unseren Tipps verbrauchen Sie weniger Strom:

  • Füllen Sie nur so viel Wasser wie wirklich nötig in den Wasserkocher. Nutzen Sie dazu Tasse, Kanne oder Meßbecher oder die Wasserstandanzeige des Wasserkochers, falls es eine gibt.
  • Wenn nur heißes Wasser statt kochendes Wasser nötig ist, nutzen Sie den eventuell vorhandenen Temperaturregler oder füllen Sie entsprechend weniger Wasser ein. Grüner Tee sollte beispielsweise mit nur 60 Grad heißem Wasser aufgegossen werden. Auch für eine Wärmeflasche muss das Wasser nicht kochen.
  • Größere Mengen Wasser für beispielsweise Nudeln oder Kartoffeln sollten Sie nicht vorher im Wasserkocher erhitzen. Die Verluste beim Umfüllen in den Topf sind dabei zu hoch. Erhitzen Sie das Wasser besser zusammen mit den Lebensmitteln im Topf. Grundsätzlich gilt: Je größer die Wassermenge, desto unbedeutender ist der Aufheizverlust von Topf und Herd.
  • Entkalken Sie Ihren Wasserkocher regelmäßig. Denn durch Kalk steigt der Stromverbrauch.

Wasserkocher richtig reinigen

Um Kalk in der Kanne zu vermeiden und die Produktlebensdauer zu erhöhen, sollten Sie Ihren Wasserkocher regelmäßig entkalken. Durch Kalkablagerungen leidet nämlich die Leistung des Wasserkochers und der Stromverbrauch steigt. Auch die Heizelemente können dadurch beschädigt werden. Eine Reinigung alle drei Monate reicht bei normaler Nutzung und normalem Wasser aus. Bei besonders kalkhaltigem Wasser sollten Sie häufiger entkalken.

Wasserkocher entkalken

Um Kalk im Wasserkocher zu entfernen, können Sie statt auf einen speziellen chemischen Reiniger auch einfach auf Essig, Essigessenz oder Zitronensäure zurückgreifen. Die Säure in den Lebensmitteln neutralisiert auf umweltschonende und kostengünstige Weise den abgelagerten Kalk. Geben Sie dazu einige kräftige Spritzer in den Wasserkocher und füllen diesen mit Wasser auf, bis alle Kalkablagerungen bedeckt sind. Lassen Sie nun das Gemisch aufkochen, danach spülen Sie den Wasserkocher gründlich aus. Wenn Sie noch ein bis zwei Füllungen mit Wasser kochen, verflüchtigt sich auch der Geruch. Um Kalk auch am Rand des Wasserkochers zu entfernen, können Sie ein mit Essig oder Zitronensäure befeuchtetes Tuch nutzen.