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Strom sparen mit Geschirrspülmaschinen

Nur noch selten von Hand spülen und dabei Energie sparen – diesen Traum erfüllen moderne Spülmaschinen. Denn sie sind energieeffizient und verbrauchen weniger Wasser. Die EcoTopTen-Marktübersicht zeigt, welche Geräte sich besonders rechnen. Wir verraten Ihnen, worauf Sie bei Kauf und Nutzung achten sollten.

Geschirr in der Geschirrspülmaschine(c) Visions-AD - Fotolia.com

Viele Verbraucher gehen noch immer davon aus, dass eine Geschirrspülmaschine einen hohen Stromverbrauch hat und jede Menge Wasser benötigt. Dabei lässt sich mit modernen A+++-Spülmaschinen nicht nur Strom sparen, sondern auch kostbares Nass. Die effizientesten Modelle benötigen für zwölf Maßgedecke nur noch etwa 10 Liter Wasser. Zum Vergleich: Beim Spülen von Hand sind es im Schnitt 40 bis 60 Liter.

Es lohnt sich also doppelt, in eine energieeffiziente Geschirrspülmaschine zu investieren. Mit der der kostenlosen Smartphone-App "ecoGator" und der EcoTopTen-Marktübersicht des Öko-Instituts können Sie sich einen Überblick über die umweltfreundlichsten Produkte verschaffen.

Bei beiden Übersichten finden Sie eine Auswahl an 60 und 45 Zentimeter breiten Stand- und Einbaugeräten, die alle mit der Energieeffizienzklasse A+++ (bei breiten Geräten) und A++ (bei schmalen Geräten) gekennzeichnet sind. Der Wasserverbrauch liegt bei maximal 10 Litern pro Spülgang. Darüber hinaus wurde bei der Auswahl viel Wert auf eine geringe Geräuschbelastung gelegt. Die Spülmaschinen sind nicht lauter als 46 Dezibel. Bei einer normalen Unterhaltung in einem geschlossenen Raum misst man ungefähr 50 Dezibel.

Tipps für den Spülmaschinen-Neukauf

Richten Sie sich bei der Größe der Geschirrspülmaschine nach der durchschnittlich anfallenden Geschirrmenge und dem verfügbaren Platz. Im Handel sind Spülmaschinen mit einer Breite von 60 cm oder 45 cm erhältlich. Die kleineren Geräte haben zwar häufig einen vergleichsweise größeren Energie- und Wasserverbrauch. Für 1- und 2-Personen-Haushalte lohnt sich deren Anschaffung meist trotzdem, da oft nur eine kleine Maschine voll und damit effizient laufen würde. Eine größere Spülmaschine eignet sich dagegen für Haushalte mit 3 oder mehr Personen, da diese zwischen 12 und 15 Maßgedecke aufnehmen kann.

Seit Dezember 2013 werden Geschirrspüler nur noch in den Energieeffizienzklassen A+++, A++ und A+ verkauft. Ein A+++-Geschirrspüler mit einer Breite von 60 cm verbraucht dabei 20 Prozent weniger Strom und Wasser als ein A+-Gerät. Mehr Effizienz rechnet sich meist trotz des höheren Kaufspreises. Denn über eine Produktlebensdauer von 10 Jahren können so Stromkosten von rund 290 Euro eingespart werden. Die Ersparnis dürfte in der Regel noch höher sein, wenn man den geringeren Wasserverbrauch und steigende Strompreise berücksichtigt.

Das Energielabel für Geschirrspüler zeigt an, in welche Energieeffizienzklasse das Produkt fällt.

Was ist noch wichtig beim Kauf eines Geschirrspülers?

Beim Neukauf einer stromsparenden Geschirrspülmaschine sollten Sie großen Wert auf einen hochwertigen Schutz vor Wasserschäden legen. Die Hersteller der bei EcoTopTen aufgeführten Spülmaschinen gewähren einen lebenslang garantierten Wasserschutz und haften bei eventuellen Wasserschäden. Ein integriertes Wasserschutzsystem (AquaStop) verhindert über ein automatisches Absperrventil im Schlauch Überschwemmungen.

Mit der eco-Taste wird das Energiesparprogramm der Geschirrspülmaschine gestartet.(c) Monkey Business / Fotolia.com

Viele Spülmaschinen bieten zudem Energiesparprogramme: Die dauern zwar meist länger, verbrauchen aber weniger Strom und Wasser – und erzielen meist auch die besten Reinigungsergebnisse. Kurzprogramme dagegen sind schnell, benötigen aber deutlich mehr Strom und Wasser. Eine Timer-Funktion ermöglicht es, die längeren Energiesparprogramme während der Nacht oder am frühen Morgen laufen zu lassen.

Geschirrspüler sollten möglichst immer voll beladen werden. Deswegen ist auch auf die Ausstattung des Neugeräts zu achten. Die Flächen für das Geschirr und der Korb für das Besteck sollten zu Ihrem Inventar passen, um den Platz immer voll ausnutzen zu können.

Wer eine Solarthermieanlage oder eine andere energieeffiziente Warmwasserbereitung nutzt und nur eine kurze Strecke zum Speicher hat, sollte die Spülmaschine möglichst direkt ans Warmwasser anschließen. Das ist effizienter als die Erwärmung des Wassers mit Hilfe von Strom durch das Gerät selbst. Nicht alle Modelle haben einen Warmwasseranschluss. Deswegen sollten Sie auch das beim Kauf einer Geschirrspülmaschine bedenken.

Die Bauform ist ein weiteres Kriterium beim Spülmaschinen-Kauf. Unterschieden werden vier verschiedene Bauformen. Welche die passende für Sie ist, hängt vom Platz in Ihrer Küche und den anderen Küchenmöbeln ab:

  • Spülmaschinen-Standgeräte können frei in der Küche aufgestellt werden, zum Beispiel direkt neben Ihren anderen Küchenmöbeln. Die Spülmaschinen haben eine einheitliche Höhe von 85 cm und unterscheiden sich in der Breite mit entweder 45 cm oder 60 cm.
  • Geschirrspüler für den Unterbau können unter die Arbeitsplatte in der Küchenzeile geschoben werden, da sich die obere Geräteplatte abnehmen lässt.
  • Integrierbare Geschirrspüler werden größtenteils mit einer Möbelverkleidung aus Ihrem originalen Küchenmöbelprogramm verdeckt. Nur die Blende mit den Bedienelementen ist dann noch sichtbar.
  • Vollintegrierbare Geschirrspüler werden komplett verkleidet, sodass das Gerät selbst nicht mehr sichtbar ist. Auf der oberen Seite der Gerätetür befinden sich die Schalter. Die sind dann nur im geöffneten Zustand bedienbar.

Wann lohnt sich der Austausch des Geschirrspülers?

Wenn Sie ein ineffizientes Altgerät durch ein sparsames Neugerät ersetzen, können Sie Strom- und Wasserkosten deutlich senken. Bereits 10 Jahre alte Geschirrspüler können durch die Einsparungen meist kostendeckend ausgetauscht werden. Ob sich der Austausch in Ihrem Fall lohnt, zeigt zum Beispiel der Online-Rechner von Forum Waschen.

Ihr Altgerät können Sie meist kostenlos entsorgen: entweder auf einem Recyclinghof oder über den öffentlichen Sperrmüll (Sammelstellen oder Abholung). Manche Elektrohändler bieten bei der Lieferung einen Mitnahme-Service für das alte Gerät an.

Die drei besten Stromspar-Tipps für Spülmaschinen

  • Schalten Sie die Spülmaschine nur an, wenn Sie voll beladen ist: Wird die Spülmaschine lediglich halb voll beladen und dann eingeschaltet, sorgt das für einen unnötig hohen Wasser- und Stromverbrauch.
  • Spülen Sie mit energiesparenden Programmen: Die meisten Spülmaschinen haben energiesparende Spülprogramme (zum Beispiel „Eco“) in der Programmauswahl. Damit können Sie kinderleicht Einfluss auf den Energieverbrauch des Geräts nehmen. Diese Programme benötigen zwar manchmal etwas mehr Zeit, sparen dafür aber Strom, Wasser und Geld.
  • Nutzen Sie einen Warmwasseranschluss: Viele Spülmaschinen können direkt ans warme Wasser angeschlossen werden. Das spart Strom und lohnt sich besonders bei einer energieeffizienten Warmwasserbereitung wie beispielsweise einer modernen Gas- oder Ölheizung, einer Solaranlage oder bei Fernwärme. Falls Ihre Spülmaschine über keinen integrierten Warmwasseranschluss verfügt, können Sie ein Vorschaltgerät installieren, das die Maschine mit warmem Wasser versorgt. Um sicherzustellen, dass Ihre Spülmaschine für einen solchen Anschluss geeignet ist, sollten Sie beim Hersteller nachfragen. Dies ist wichtig, damit Garantie- oder Gewährleistungsansprüche erhalten bleiben.

Weiterführende Links:

Quellen: Internetseite von EcoTopTen und Broschüre „Strom sparen einfach gemacht“ (PDF, 1.3 MB) der Verbraucherzentrale NRW sowie Internetseite des Bundes der Energieverbraucher.

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